Haustiere

Extrakte in Futterergänzung im Vergleich zu getrockneter Pflanze oder Pulver

Wir kennen bei uns selbst die Wirkung von Salbei- oder Thymiantee bei Halsschmerzen und Husten, Kamillentee bei Unruhe oder auch Fencheltee bei Bauchschmerzen. Diese Tees werden als Aufguss von Hausmitteln sehr geschätzt.
Hier setzen sich die Wirkstoffe durch das heiße Wasser frei. Deutlich wirkungsvoller ist es aber, wenn man aus Pflanzenblättern oder Pflanzenpulvern Extrakte herstellt und diese für sich oder sein Haustier verwendet.

Extrakte Pulver Gewürz Blätter Tee

Getrocknete Pflanzen, Wurzeln, Blätter, Blüten...

Getrocknete Pflanzen werden direkt verwendet, entweder durch Einnahme, Aufguss, Wickel oder anderweitige Anwendung. Dabei werden die natürlichen Bestandteile der Pflanze in ihrer ursprünglichen Form genutzt. Dies können z.B. Blätter, Wurzel, Stengel, Blüten o.ä. sein. So haben z.B. Blätter als Tee aufgegossen eine ganz andere Wirkung als die Wurzel derselben Pflanze als Tinktur.
Ein Tee wird durch das Aufbrühen von Pflanzenteilen in heißem Wasser hergestellt, wodurch die Wirkstoffe extrahiert werden. Die Konzentration der Wirkstoffe im Tee kann je nach Zubereitung variieren und ist in der Regel niedriger als in einem Extrakt.

 

Extrakte

Ein Extrakt wird durch eine Extraktionsmethode hergestellt, bei der aus den Ausgangsstoffen wie getrockneten Blättern, Wurzeln oder anderen Pflanzenteilen die Wirkstoffe aus der Pflanze extrahiert und konzentriert werden. Dadurch ist die Konzentration der Wirkstoffe im Extrakt höher als z.B. im Tee. Oft werden hitzeempfindliche Substanzen wie Naturstoffe aus Heilpflanzen durch Kaltauszug als Extrakt gewonnen.

Der Unterschied zwischen Teilen einer getrockneten Pflanze und dem Extrakt aus denselben getrockneten Pflanzenteilen liegt in der Konzentration und Zusammensetzung der Wirkstoffe. Bei Extrakten werden die Wirkstoffe der Pflanze konzentriert und isoliert, um eine höhere Potenz und Wirksamkeit zu erzielen. Dies geschieht durch verschiedene Extraktionsmethoden wie Destillation, Mazeration oder Herauslösen mithilfe eines Lösungsmittels (das nicht im Extrakt verbleibt).

Das resultierende Ergebnis ist ein Stoff, der eine höhere Konzentration der spezifischen Wirkstoffe der Pflanze hat. Somit lassen sich Extrakte gezielt einsetzen zur Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen. Andere oder alte Bezeichnungen für Extrakte sind: Auszug, Konzentrat oder bei flüssigen Extrakten auch Sud, Essenz, Destillat, Mazerat, Auszug oder Tinktur (meist alkoholisch).

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Vorteile von Extrakten gegenüber Pflanzenpulver oder Blattpulver

Der Vorteil eines Extrakts liegt in seiner Potenz und Wirksamkeit, da die Wirkstoffe konzentriert sind. Zudem können Extrakte eine längere Haltbarkeit haben und eine genauere Dosierung ermöglichen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man für gute Wirksamkeit Extrakte verwendet. Reine Pflanzen oder getrocknete Pflanzen haben einen geringen Wirkstoffgehalt und lassen sich nicht vergleichen mit einer durch Extraktion gewonnenen Mittel. Um einschätzen zu können, wie konzentriert oder gehaltvoll ein pflanzlicher Stoff ist, wird bei einem Extrakt immer das Verhältnis angegeben, aus wie viel Rohstoff es hergestellt wurde. Man spricht bei Trockensubstanzen von dem Droge-Extrakt-Verhältnis (DEV), aber auch von einem Ratio-Extrakt.

Was ist das Droge Extrakt Verhältnis?

Das Droge-Extrakt-Verhältnis bezieht sich auf das Verhältnis zwischen der Menge der Ausgangssubstanz (Droge) und der daraus gewonnenen Menge an Extrakt. Es wird oft verwendet, um die Konzentration und Potenz eines per Trennverfahren gewonnenen Stoffes anzugeben. Ein höheres Verhältnis bedeutet in der Regel, dass eine höhere Menge der Ausgangssubstanz verwendet wurde. Dies führt bei der Herstellung des Extrakts zu einer höheren Konzentration von Wirkstoffen im Produkt. Das Ergebnis einer Extraktion von trockenen Substanzen führt zu einem Trockenextrakt. Die meisten Arzneimittel und Nahrungs- oder Futterergänzungsmittel weisen ein Verhältnis von 5:1 oder 10:1 auf. Das bedeutet also, dass 5 bzw. 10 Teile Trockensubstanz verwendet wurden, um eine Einheits des fertigen Extrakts zu bekommen.

Wie wird das Droge Extrakt Verhältnis berechnet?

Das Verhältnis von Droge zu Extrakt wird berechnet, indem das Gewicht der Droge durch das Gewicht des Extrakts geteilt wird. Zum Beispiel, wenn 100 g einer Droge verwendet werden, um 10 g eines Extrakts herzustellen, beträgt das Verhältnis 100/10 = 10:1. Dies bedeutet, dass für jede Einheit der Droge 10 Einheiten des Grundstoffs verwendet werden.

 

Berechnung Verhältnis extrakte

Eine synonyme Bezeichnung für das DEV ist das Ratio-Extrakt. Das "Droge-Extrakt-Verhältnis" und das "Ratio-Extrakt" beziehen sich im Wesentlichen auf dasselbe Konzept, nämlich das Verhältnis des Ausgangsmaterials (Droge) zum Endprodukt (Extrakt). Beide Begriffe werden verwendet, um das Verhältnis zwischen dem Gewicht der Droge und dem Gewicht des daraus hergestellten Extrakts zu beschreiben. Das Droge-Extrakt-Verhältnis kann jedoch spezifischer auf pflanzliche oder natürliche Heilmittel und Arzneimittel bezogen sein, während der Begriff "Ratio-Extrakt" allgemeiner verwendet wird, um das Verhältnis von Ausgangsmaterial zu Endprodukt in verschiedenen Extraktionsprozessen zu beschreiben, z.B. bei Gewürzen, Kaffee oder auch nicht essbaren Stoffen.

Extrakte sind teurer, aber auch wirkungsvoller!

Da für Extrakte also immer mehr Material verwendet wird und entsprechend auch der Wirkstoffgehalt höher ist, sind Extrakte aus nachvollziehbaren Gründen teurer und wertvoller als der reine Grundstoff. Zudem ist der Aufwand der Extraktion sehr hoch und dauert länger als nur die Trocknung und evtl. Pulverisierung des Ausgangsproduktes. Entsprechend lassen sich z.B. bei unseren Curcuma-Produkten die Preise und der Wirkstoffgehalt nicht mit den Preisen und Auswirkungen des reinen Curcuma Gewürzes vergleichen. Auch unsere Harn und Blase Vital Produkte enthalten Extrakte, die eine viel höhere Konzentration an Inhaltsstoffen haben als die reine Pflanze. Noch extremer ist dieser Vergleich bei unserem Artemisia Annua Öl. Ein Tropfen enthält so viel wie 5 Gramm ungetrocknete Artemisia Annua Blätter, nach Trocknung wiegen diese Blätter noch 1,5 Gramm. Selbst diese Menge ist unvorstellbar in einen Tropfen zu bekommen. Dies erreicht man, indem man ein Extrakt herstellt, um möglichst eine geringe aber wirkungsvolle Menge verabreichen zu können.