Haustiere

Artemisia Annua und die Einsatzgebiete

Artemisia Annua einjähriger Beifuß Hunde Katzen

Der Grundstein für die Behandlung von Malaria und andere durch Parasiten ausgelöste Krankheiten mit Pflanzen der Gattung Artemisia wurde bereits in den 1970er Jahren in China gelegt. Einige brillante und mutige Wissenschaftler führten ein Forschungsprogramm durch, das zur Entdeckung von Artemisinin-Derivaten führte. Die heute schulmedizinische Behandlung von Malaria sowie alternative Heilverfahren parasitärer Erkrankungen wie Leishmanniose oder Borreliose basieren auf der Entdeckung der heilenden Kräfte von Pflanzen der Gattung Artemisa. Zu den bekannten Pflanzen von Artemisia gehören Beifuß und Wermut.

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Entdeckung der pflanzlichen Wirksamkeit von Artemisia Annua bereits in der 1970er Jahren

Im Rahmen dieser 1967 gestarteten sogenannten "523 Studie" wurden die Bestandteile verschiedener Artemisia-Pflanzen auf Wirksamkeit zunächst gegen Malaria untersucht. Dabei wurden Arthemeter und Artesunat sowie Dihydro Artemisinin entdeckt. Dennoch dauerte es bis 1993 bis diese Stoffe endlich zur Malaria-Therapie bei Menschen eingesetzt werden konnten. Artemisinin-Derivate werden inzwischen in ihrer Eigenschaft als hochpotente Wirkstoffgruppe gegen Malaria-Erreger eingesetzt. Die Plasmodien, die Erreger von Malaria, die durch Mückenstiche der Anopheles Mücke übertragen werden, werden durch Artemisin schneller beseitigt als mit allen anderen bisher verfügbaren Wirkstoffen. Der durchschlagende Erfolg dieses pflanzlichen Extrakts legt natürlich nahe, dass auch andere Parasitämien erfolgreich damit behandelt werden können. Immer noch erforscht werden die Gaben von Artemisia Präparaten gegen andere durch Mücken, Zecken und sonstige Blutsauger übertragene Krankheiten.

Artemisia Annua wird bei parasitären Erkrankungen in der alternativen Medizin verwendet

Dabei gibt es eine Menge Krankheiten, die durch das Vorhandensein von Parasiten im Blut ausgelöst werden. Zu den bekanntesten gehören:

    • Borreliose,
    • Leishmaniose,
    • Ehrlichiose,
    • Babesiose,
    • Anaplasmose

Gerade bei Hunden wird häufig im Spätstadium eine dieser Krankheiten diagnostiziert. Nicht immer kommt es bei einem Stich durch einen Parasiten zu sofortigen Symptomen und häufig werden alte Mückenstiche oder Zeckenbisse nicht mit dem zeitversetzten Auftreten von Krankheitszeichen in Verbindung gebracht. Die schulmedizinisch eingesetzten Mittel gegen Parasiten wie Antibiotika sind zu einem späten Zeitpunkt der Parasitose häufig nicht mehr wirksam, da sie die Parasiten nicht oder nur mit extrem starken Nebenwirkungen erreichen können. Insbesondere im Tierschutz aus dem Mittelmeerraum gerettete Hunde und auch Katzen tragen diese Krankheiten bereits in sich. In wärmeren Klimazonen übertragen die Mücken und Zecken häufiger die Erreger, die zu diesen unheilbaren Erkrankungen führen.

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Langzeitbehandlung der Borreliose mit Artemisia Annua und anderen Pflanzenextrakten

Bei einer Borreliose können sich die Borrelien z.B. in den Gelenken einnisten, die Folge ist eine Lyme Arthritis. Eine Neuroborreliose kann durch Einnistung der Borrelien im Nervengewebe oder Lyme-Karditis durch Befall des Herzens auftreten. Auch der Befall von Hautarealen ist möglich. Die gezielte Behandlung der Gelenke, Nerven oder des Herzens ist dabei mit den üblichen medizinischen Präparaten bei Haustieren selten von Erfolg geprägt, während alternative Arzneien wie Artemisia Annua oder auch wilder Karde, japanischem Knöterich und Katzenkralle erfolgversprechender sind. Die pflanzlichen Extrakte wirken dabei mild und gezielt auf die Spirochäten, zu denen die Borrelien-Bakterien gehören. Eine Behandlung mit alternativen Heilmethoden wird über mindestens 6 Monate durchgeführt. Um sicher zu gehen, dass die Borrelien alle weg sind, kann man die Behandlung auf ein Jahr ausweiten.

Alternative Behandlung der Leishmaniose mit Artemisia Extrakt

Die Leishmaniose wird durch den Stich der Sandmücke ausgelöst und befällt sowohl Mensch als auch Tier. Ursprünglich kam die Leishmaniose nur im Mittelmeerraum vor, oft kommen jedoch mit Leishmanien befallene Hunde aus dem Tierschutz südlicher Länder in nördlichere Länder. Es gibt etwa 30 verschiedene Arten von Leishmanien Einzellern, die unterschiedlich gefährlich sind. Auch hier kommt es zur Einnistung der Einzeller in verschiedene Bereiche des Organismus: Bei einer viszeralen Leishmaniose wird die Haut und innere Organe befallen. Die kutane Leishmanniose befällt die Haut, bei der mukokutanen Variante wird auch die Schleimhaut befallen. Generell können mehrere Leishmaniose Arten gleichzeitig auftreten. Die medikamentöse Behandlung mit Tierazneien wie Allopurinol, Miltefosin oder Glucantime muss lebenslang durchgeführt werden, wobei die Lebenserwartung nach Auftreten der Krankheit häufig nur noch bei wenigen Jahren liegt. Als derzeitige schulmedizinische Behandlung wird die purinarme Diät empfohlen.

Inzwischen gibt es mehrere Studien zur Behandlung von Leishmaniose mit Artemisia Annua. Dabei wurde die Toxizität auf die Leishmaniose Promastigoten, die zum Zelltod der Parasiten führt, bestätigt. Bei der viszeralen Leishmaniose befinden sich die Leishmanien meist vorrangig in Leber und Nieren. Die Herausforderung ist also, die Einzeller zu zerstören ohne diese lebenswichtigen Organe zu schädigen. Laut Studien kann Artemisia Annua durch Schädigung der Zellmembranen der Leishmanien diese zum Absterben bringen ohne die Organe in Mitleidenschaft zu ziehen.

Für Ehrlichiose, Babesiose, Anaplasmose und weitere durch Monozyten oder Granulozyten ausgelöste Krankheiten gibt es noch keine abgeschlossenen so umfangreichen Studien. Allerdings gehen Experten davon aus, dass ähnliche Erreger ebenfalls mit Artemisinin behandelt werden können.

Quellen:

Artemisinin löst bei Promastigoten von Leishmania donovani die Entwicklung eines Zellzyklusstillstands und die Apoptose (Zelltod) aus

Leishmanizide Aktivitäten von ätherischem Öl aus Artemisia annua-Blättern gegen viszerale Leishmaniose

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