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Warum Curcuma und Curcumin für Tiere?

Zur Curcuma-Wirkung bei Pferd, Hund und Katze gibt es nur wenige Studien, die vorwiegend an Mäusen und Ratten durchgeführt wurden und deren Ergebnisse und Erfolge auf größere Tiere übertragen werden. Dabei zeigt sich sehr schnell, dass das einfache Untermischen von dem Gewürz Curcuma nicht erfolgversprechend ist. Kurkuma ist nur fettlöslich und wird selbst bei vollständigem Verzehr mit Fett nur zu ca. 10% aufgenommen, der Rest wird unresorbiert wieder ausgeschieden. Einige Tierbesitzer machen sich die Mühe, eine goldene Milch oder goldene Paste für ihr Tier täglich frisch herzustellen, wird hier auch nur das einfache Curcuma Gewürz und nicht das Curcuma-Extrakt Curcumin verwendet, kann man es allenfalls als Wellness-Produkt bezeichnen. Es braucht also zum einen eine höhere Dosierung, die man z.B. mit dem Extrakt, den Curcuminoiden aus dem Curcuma erreichen kann und zum anderen etwas, das die Aufnahme erhöht. Hierbei setzt man in der Regel schwarzen Pfeffer oder Piperin ein, das Extrakt aus schwarzem Pfeffer, das die Eigenschaft hat, die Aufnahme und Bioverfügbarkeit von pflanzlichen Sekundärstoffen wie Kurkuma, Ingwer oder anderen Stoffen der Phyto-Therapie deutlich zu erhöhen (man spricht von 200 facher Aufnahme).

Curcuma in der Ayurveda als pflanzliche Arznei

Die Ayurveda kennt Curcuma schon seit Anbeginn ihrer Zeit, die Wissenschaft forscht „erst“ seit etwa 60-70 Jahren an dem Pflanzenstoff Curcuma. Seit langem steht fest, dass insbesondere das Curcumin sehr hohe entzündungshemmende Eigenschaften hat und daher bei allen entzündlichen Prozessen sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet werden kann. Gerade bei Knorpelzellen, Immunzellen und auch anderen Zelltypen helfen die anti-entzündlichen Eigenschaften. Auch Haustiere, die Verdauungsprobleme haben, können von Kurkuma profitieren. Es regt die Verdauung an und fördert den Gallenfluss. Für diese sogenannten dyspeptischen Beschwerden sowie für leichte Leber- und Gallenprobleme ist Kurkuma als Pflanzenstoff offiziell von der Kommission E (Zulassungskommission beim deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte im Bereich der Phytotherapie) zugelassen. Sehr wenige pflanzliche Stoffe haben diese Zulassung und Hersteller pflanzlicher Futterergänzung dürfen in diesen seltenen Fällen mit dem gesundheitlichen Nutzen von Futterergänzungsmitteln werben.

Curcuma in Kapseln für Hunde Haustiere Katzen Pferde Curcumin

Tatsächlich kann Kurkuma laut Studien noch mehr. Die Ergebnisse zeigen, dass das Curcumin das Potential hat, bei Atemwegsbeschwerden, Arthrose, Allergien, Diabetes, Krebs und vielen den Verdauungsapparat betreffenden Erkrankungen hilfreich zu sein. Es ist kaum zu glauben, dass eine einzige Pflanze dieses umfassende Wirkungsspektrum haben soll. Die wissenschaftliche erforschte Antwort darauf ist, dass Curcuma effektiv Entzündungen hemmt. Die Grundlage aller Erkrankungen im Organismus sind Entzündungen, chronische Entzündungen und auch kleine entzündliche Prozesse. Die o.g. Krankheiten haben also alle die gleiche Ursache, die durch Curcuma bekämpft und im Keim erstickt wird. Man kann Kurkumin auch vorbeugend geben oder nach überstandener Erkrankung.

Antioxidantienreiche Wurzel mit Curcumin

Eine weitere Erklärung aus der Wissenschaft ist der hohe Gehalt an Antioxidantien, der auch in Kurkuma in hoher Konzentration vorliegt. Antioxidantien sind Stoffe, die sich mit sogenannten freien Radikalen verbinden, was nichts weiter ist als Zellmüll, der von allen Organismen produziert wird. Nimmt dieser Zell-Müll (z.B. Stoffwechselprodukte, Reste von Zellteilung, Zell-Mutationen und abgestorbenen Zellen oder Zellmembranen) überhand, soll es wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge durch oxidativen Stress zu Krankheiten kommen. Durch die Beseitigung von oxidativem Stress durch die Bindung von freien Radikalen wird hingegen das Immunsystem gestärkt, Curcuma kann also auch und gerade bei anfälligen Haustieren vorbeugend gegen Krankheiten verwendet werden.

Curcuma ist Bestandteil vieler Kombinations-Produkte, die es als Futterergänzung im Handel gibt. Sowohl bei Präparaten für Verdauungsbeschwerden und Produkten für Leberentgiftung und -stärkung als auch bei Gelenkproblemen wie HD, Arthrose und Schwellungen wird es zugesetzt. Leider enthalten diese Produkte aber häufig auch noch Zusatzstoffe, die die Aufnahme des Curcumin behindern und erst recht nicht fördern, da für gewöhnlich das Piperin fehlt, das erst für die Aufnahme im Organismus des Tieres sorgt. Im Prinzip ist dieses zugesetzte Kurkuma oder Kurkumin in diesen Produkten annähernd wirkungslos und hoffnungslos unterdosiert. Um tatsächlich von der Curcuma Wurzel profitieren zu können, greifen Sie am besten zu gut dosierten Präparaten, die nicht nur Curcuma enthalten sondern auch Curcumin und Piperin. Reines Curcumin, das mit Piperin versetzt ist und eigentlich für Menschen gedacht ist, kann aufgrund der Überdosierung durchaus Nebenwirkungen wie Schleimhautreizungen oder Schleimhautentzündungen hervorrufen. Spezielle Curcuma-Präparate für Tiere – wie z.B. Vitalpfoten Curcuma Kapseln – sind, wenn sie nach Dosierungs-Empfehlung angewendet in der Regel nebenwirkungsfrei.