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Wie wirkt sich das Fehlen von Mikronährstoffen auf mein Haustier aus ?

Durch das Fehlen wichtiger Mikronährstoffe und essentieller Stoffe können Krankheiten entstehen, daher ist die Ernährung Ihres Haustieres so wichtig. Fehlen wichtige Bausteine in der Ernährung Ihres Haustieres, gerät das biochemische Gleichgewicht des Organismus durcheinander. Dadurch können Mangelzustände und Krankheiten entstehen. Um dieses Gleichgewicht wiederherzustellen, muss zum Einen gegebenenfalls die Ursache für eine Erkrankung abgeklärt werden und zum Anderen dem Körper Futter zugeführt werden, das geeignet ist, die Balance wiederherzustellen. Klipp und klar: Einem Zuviel an falscher Ernährung sowie ggf. Schadstoffen und Umweltbelastungen steht ein zu wenig an Mikronährstoffen gegenüber. Denn Krankheiten entstehen nicht durch das Fehlen von Medikamenten!

Internationale Expertengruppen von Ärzten und Biochemikern verweisen auch bei Tieren inzwischen auf die Wichtigkeit von Mikronährstoffen in der Ernährung, Prävention und Therapie. Besonders bei chronischen Erkrankungen müssen laut Experten die Bedeutung von Vitaminen und Mineralstoffen sowohl weiter erforscht als auch in der Therapie beachtet werden. Ein Tier kann nicht gesund werden oder bleiben, wenn dem Organismus Mikronährstoffe fehlen, um essentielle Makronährstoffe wie Proteine, Kohlenhydrate oder Fette verwerten zu können. Vitamine und Mineralien sind wichtig für diese Verdauungs- und Verwertungsprozesse. Frisst ein Hund zum Beispiel mehr als die empfohlene Tagesration und scheidet hiervon auch regelmäßig hohe Mengen wieder aus und nimmt dabei nicht zu, ist dies ein erster Hinweis auf das Fehlen von Mikronährstoffen. Chronisch kranken Tieren, die einer anhaltenden, aber erfolglosen medikamentösen Behandlungen ausgesetzt sind, kann mit einer Nährstoff-Therapie durchaus geholfen werden. Diese sollte natürlich so gezielt wie möglich sein, da auch ein Zuviel an MikroNährstoffen schädlich sein kann.

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Viele Haustier-Besitzer denken, dass das normale tägliche Futter, das von der Futtermittelindustrie hergestellt wird, ja bestimmt völlig ausreichend ist und alle Nährstoffe enthält. Während es bei menschlicher Nahrung den offiziell geregelten empfohlenen Tagesbedarf gibt, ist dies bei Tiernahrung nicht der Fall. Es gibt natürlich Empfehlungen aus der Forschung und von praktizierenden Tierärzten, aber diese sind für die Futtermittelherstellung nicht bindend. Futtermittel für Haustiere unterliegen nicht der für Nahrungsmittel relativ strengen Vorschrift, was den Inhalt von Vitaminen und Mineralstoffen angeht. Selbst bei gut gemeintem Zusatz von Mikronährstoffen gibt es keine ultimativ richtige Menge, die zugesetzt werden darf oder muss. Hinzu kommt, dass häufig synthetisch gewonnene Vitamine zugesetzt werden, bei denen gar nicht feststeht bzw. erforscht ist, wie viel Nährstoff tatsächlich im Organismus des Haustieres aufgenommen wird. Ähnlich ist es bei Mineralstoff-Verbindungen, deren Resorption auch höchst unterschiedlich ausfallen kann. So wird z.B. das häufig beim Menschen als Nahrungsergänzung verwendete Magnesiumoxid nur etwa zu 10% aufgenommen während ein Magnesiumcitrat mit 90% eine sehr hohe Resorptionsrate – auch Bioverfügbarkeit – hat.

Natürliche Ernährung mit natürlichen Stoffen ist der synthetischen Ernährung vorzuziehen, da sie sicherer ist und vor der industriellen Revolution und auch über Jahrtausende in der Praxis erforscht wurde. Auch wenn Pflanzen, Gemüse und Obst und damit auch das Fleisch von den Tieren, die dies verzehren, immer nährstoffärmer wird, ist es immer noch besseres Futter als Fleischabfälle, die obendrein mit vermeintlich nährstoffreichen künstlichen Substanzen versetzt werden. Daher geben Barfer ihren Tieren zusätzlich zum Fleisch auch häufig gezielt gewisse Mengen an Obst, Gemüse und Pflanzen. Sekundäre Pflanzenstoffe gelten dabei als wertvoller als „normales“ Obst oder Gemüse, da in Wurzeln, Stielen und Kernen in der Regel viele Antioxidantien enthalten sind. Antioxidantien sind in der jüngsten Vergangenheit auch als Superfood bekannt geworden, das den schädlichen freien Radikalen den Garaus macht. Die sehr gut mit allen Stoffen reagierenden Sauerstoffverbindungen vereinen sich mit krank machenden oder gesundheitsschädlichen Molekülen und entfernen sie aus dem Organismus. Geben Sie Ihren Haustieren allerdings bitte nur Superfoods, die auch für die verträglich sind. Z.B. gilt auch Kaffee oder Grüner Tee als Superfood, ist aber aufgrund seines Koffeingehalts nicht für Hunde und Katzen geeignet. Auch die bei Menschen teilweise aufwändige Verabreichung der antioxidantienreichen Mikro – Nährstoffe als Smoothie oder ähnlich muss nicht sein, es reicht die Pflanze selbst oder getrocknetes Pulver oder Extrakt in der Kapseln oder über das Futter gestreut.

Empfohlene mikronährstoff – reiche und pflanzliche Futterergänzungen sind z.B. Moringa, Weizengras, Gerstengras, Himbeeren, Chia, Quinoa, Heidelbeeren, Hagebutten, Brokkoli, Curcuma usw.

Übrigens: Auch hochwertige Fette und Öle enthalten viele gesunde Nährstoffe und gelten als Superfood: Lachsöl, Leinöl und Kokosöl sollten in der Ernährung nicht fehlen!