Haustiere

Krebs beim Hund – Mögliche Ursachen, Tumorarten, Symptome, Behandlungen und Prävention

Krebs gehört leider zu den häufigsten Erkrankungen bei Hunden über alle Rassen. Jeder 4. Hund erkrankt heutzutage an Krebs. Durch verbesserte Haltung, medizinische Versorgung und hochwertige Ernährung werden Hunde heute deutlich älter als früher. Mit dem Alter steigt allerdings das Risiko für Tumorerkrankungen.

Für Hundehalter bedeutet das: Je besser man die häufigsten Krebsarten, Risikofaktoren und Warnsignale kennt, desto eher können Veränderungen erkannt und frühzeitig behandelt werden. Ein Überblick über Ursachen von Krebs beim Hund, die wichtigsten Tumorarten, typische Symptome, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten:

1. Warum bekommen Haustiere und Menschen überhaupt Krebs?

Die Wissenschaft weiß, dass Krebs durch mutierte Zellen entsteht. Im Laufe unseres Lebens teilen sich von der Zeugung an unsere Zellen immer und immer wieder. Geht bei der Zellteilung etwas schief, entsteht eine veränderte, also mutierte Zelle, aus der Krebs entstehen kann. Die mutierten Zellen wachsen immer weiter und bestehen entweder aus gutartigem oder bösartigem Gewebe. Gutartige Tumoren – Benigne – unterschieden sich von bösartigen dadurch, dass sie weniger wuchern, langsam wachsen, begrenzt bleiben und keine Metastasen bilden. Maligne Tumoren wachsen aggressiv, zerstören umliegendes Gewebe und bilden Metastasen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Zellteilung überhaupt eine Mutation auftritt, nimmt durch die Anzahl der Zellteilungen (also durch das Alter), aber auch durch das Vorhandensein von chronischen Entzündungen, schädlichen Stoffen (Umweltgifte, Zusatzstoffe, Medikamente usw.) zu.

1.1. Krebs beim Hund: Alter als Hauptfaktor

Je älter ein Hund wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass irgendwann ein Fehler in der Zellteilung passiert. Aus diesen Zellveränderungen können Tumore entstehen. Diese können sowohl gutartig als auch bösartig sein. Manche Hunde erreichen heute ein Alter von 12–16 Jahren – ein hohes Risikoalter für Krebs.

Was Molekularbiologin Hanna Heikenwälder über Menschen sagt, gilt auch für Haustiere:

Die Frage ist nicht, ob jemand Krebs bekommt, sondern wann

Zusätzlich gibt es aber noch weitere Faktoren für Krebs:

1.2. Rassebedingte Veranlagung

Viele Tumorarten treten gehäuft in bestimmten Rassen auf. Nachfolgend sind Beispiele für gehäuftes Auftreten der Krebsarten je Rasse:

    • Mastzelltumore – Boxer, Französische Bulldogge, Boston Terrier, Shar Pei
    • Lymphome und Hämangiosarkome – Golden Retriever
    • Osteosarkome – Rottweiler, Deutsche Dogge, Irish Wolfhound
    • Hauttumore – Labrador und Retriever

1.3. Chronische Entzündungen

Chronische Entzündungen sind kurz gesagt das, was wir Menschen als ungesunde Lebensweise bezeichnen würden. Nun raucht und trinkt Ihr Hund hoffentlich nicht, aber frisst vielleicht auch mal zu viel oder zu wenig oder das falsche. Hinzu kommen Faktoren wie:

    • zu wenig Bewegung
    • zu viel Stress
    • nicht auskurierte Infektionen
    • Strahlung und Umweltgifte
    • Futtermittel, die Entzündungen fördern, z.B. zuckerhaltig, schlechte Fette, minderwertig

Lesen Sie zu chronischen Entzündungen gerne unseren Blogbeitrag.

1.4. Umweltfaktoren

    • Luftverschmutzung aus der Umwelt, aber auch Passivrauch in Räumen 
    • Herbizide und Pestizide im Futter, aber auch im Garten oder beim Gassi gehen
    • Chemikalien im Haushalt wie Putzmittel, Lösungsmittel und Kunststoffe – Umwelthormone wie BPA (Bisphenol A) und DEHP (Diethylhexylphthalat) 
    • Ausdünstungen aus Möbeln, Fußboden, Spielzeugen, Kauknochen und Schlafplätzen

2. Die häufigsten Krebsarten beim Hund und ihre Symptome

2.1. Mastzelltumor (Mastzellenkrebs)

Der Mastzelltumor ist der häufigste Hautkrebs beim Hund. Er kann harmlos oder hochgradig bösartig sein. 

Typische Symptome:

  • Knoten in der Haut (können über Nacht wachsen oder wieder schrumpfen)
  • Rötungen, Juckreiz
  • Blutungen
  • Geschwüre
  • Magen-Darm-Probleme (bei aggressiven Tumoren)
Lymphom Krebs Tumor Hund

2.2 Lymphom (Lymphdrüsenkrebs)

Ein sehr häufiger Tumor des Immunsystems. Das Lymphom ist einer der wenigen Krebsarten beim Hund, die oft gut auf Chemotherapie reagieren. Das Lymphom betrifft das Lymphdrüsensysten, kann aber auch Milz, Lunge und Knochenmark befallen.

Typische Anzeichen:

  • Vergrößerte Lymphknoten (am Hals, in den Kniekehlen, in der Achsel)
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Schlechter Appetit

2.3 Osteosarkom (Knochenkrebs)

Osteosarkome sind aggressive Knochentumore – oft an den Gliedmaßen großer Rassen.

Typische Symptome:

  • Plötzliche starke Lahmheit
  • Schmerzhafte Schwellung am Bein
  • Knochenschmerzen (sehr stark!)
Hämangiosarkom Hund hat Krebs

2.4 Hämangiosarkom (Blutgefäßkrebs)

Ein extrem aggressiver Tumor, der meist Milz oder Herz betrifft. Er verursacht kaum Symptome, bis er plötzlich reißt. Dies führt zu akuten inneren Blutungen. Eine vergrößerte Milz kann rechtzeitig bei regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen festgestellt werden. Die Milz sollte dann vorsichtshalber operativ entfernt werden, eine lebenslange Eisengabe ist bei fehlender Milz notwendig. Es gibt kaum typische Symptome, sondern nur

Plötzliche Warnzeichen:

  • Plötzlicher Kollaps
  • Blasse Schleimhäute
  • Rasche Atmung
  • Bauchvergrößerung
Mammatumor Gesäugekrebs Hund

2.5 Mammatumore (Gesäugetumore)

Viele Hündinnen entwickeln im Alter Knoten im Gesäuge. Hier sagt man, dass nicht kastrierte Hündinnen häufiger betroffen sind als vor der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen. Die Chance zwischen Gut- und Bösartigkeit ist 50/50.

Symptome:

  • Feste oder verschiebbare Knoten an den Zitzen 
  • Verfärbungen von Haut und / oder Fell
  • Geschwüre oder Knoten (Ulzerationen)
Melanom Hautkrebs Hund Therapie

2.6 Melanome (Hautkrebs)

Melanome beim Hund können gutartig oder bösartig sein. Besonders gefährlich sind Melanome im Maul.

Typische Symptome:

  • Knoten am Zahnfleisch
  • Blutiger Speichel
  • Starke Maulgerüche
  • Schluckbeschwerden

3. Prävention: Wie beugen Hundehalter vor, dass Krebs-Risiko beim Hund und Sterblichkeit sinkt?

Für alle Krebsarten gelten Warnzeichen, Symptome, die jeder Hundehalter ernst nehmen sollten, da ein früh entdeckter Krebs die besten Heilungschancen hat. Nicht jeder Knoten bedeutet Krebs – aber jeder Knoten sollte abgeklärt werden:

3.1. Krebsverdächtige Symptome:

    • Knoten, die wachsen oder ihr Aussehen verändern
    • Schlecht heilende Wunden
    • Lahmheit ohne erkennbaren Grund
    • Gewichtsverlust
    • Appetitmangel
    • Atemnot
    • Blutungen
    • Erbrechen oder Durchfall ohne andere Ursache
    • Veränderungen im Verhalten (Reizbarkeit, Rückzug, Unruhe)

Auch wenn nicht jeder Krebs vermeidbar ist, können Halter das

3.2. Das Krebs-Risiko beim Hund reduzieren:

    • Beratung über Kastration rechtzeitig mit dem Tierarzt besprechen, um hormonabhängige Tumore zu vermeiden.
    • Gesundes Körpergewicht: Übergewicht fördert Entzündungen und Tumorwachstum.
    • Hochwertige Ernährung: Natürliche Zutaten, wenig künstliche Zusatzstoffe.
    • Rauchfreie Umgebung: Passivrauch erhöht das Risiko für Lungen- und Nasentumoren.
    • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Bei Hunden ab 7 Jahren mindestens jährlich, besser halbjährlich.
Krebs beim Hund

Krebs beim Hund ist eine Herausforderung

emotional, medizinisch und organisatorisch. Doch das Wissen über häufige Tumorarten, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten gibt Hundehaltern die Chance, früh zu reagieren und die Lebensqualität ihres Hundes lange zu erhalten.

Insbesondere alternative Heilmethoden haben sich im Vergleich oder als Ergänzung zur Chemotherapie in der Vergangenheit als gute Alternative gezeigt. Dabei ist eine Krebstherapie bei Hunden oft sehr individuell, so individuell wie die einzelnen Krebsarten selbst. Nicht jedes Mittel ist universal heilend bei Krebs. Z.B. unterscheidet sich die Therapie individuell bei Hautkrebs gegenüber einer Behandlung von Lymphdrüsen oder Knochenkrebs.

Auch ist der Zeitpunkt der Entdeckung der Krebserkrankung entscheidend. Manchmal ist es bereits einfach zu spät oder wurde zu lange in die falsche Richtung behandelt, manchmal kann man den Krebs zumindest doch in Schach halten und zum Ruhen bringen.

Hochwertige Ernährung ist bei Krebs beim Hund, Tumorbefall oder Metastasenwachstum besonders wichtig. Wir empfehlen keine einseitigen Diäten, die z.B. aus Himbeeren bestehen und komplett kohlehydratfrei sind, aber hochwertige Proteine, Antioxidantien und gute gesunde Omega-3-Fette helfen jedem erkrankten Organismus!

Bei Schmerzen nach einer Operation, nach Chemotherapie oder durch Metastasen und Tumore selbst empfehlen wir als natürliches Schmerzmittel CBD-Öl. Der Körper sollte nicht noch mit zusätzlichen chemischen Mitteln belastet werden.

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